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Der jährliche Kühlenergieverbrauch für Büro-
und Verwaltungsgebäude in Deutschland beträgt etwa 50.000 GWh.
Zur Kühlung von Gebäuden wird demzufolge mehr Elektrizität
benötigt, als ein Kernkraftwerk im Jahr produzieren würde, falls
dieses denn überhaupt ganzjährig am Netz wäre. Bei einem
spezifischen Preis von 0,05 /kWh Kälteenergie entspricht der
Kälteenergiebedarf in etwa 2,5 Milliarden Euro jährlich allein
für die Gebäudekühlung; Tendenz steigend!
Bereits aus dieser Energieverbrauchsabschätzung erkennt man die Notwendigkeit,
den Kühlenergieverbrauch im Gebäudebereich wegen der Schonung
der Ressourcen und wegen des Einflusses auf den Klimawandel möglichst
zu minimieren. Deshalb beschäftigen wir uns u.a. auch mit den Möglichkeiten
zur Senkung des Energieverbrauchs zur Gebäudekühlung!
Hydraulische Schaltung von Luftkühlern - Mengenregelung
-
Wasserdurchströmte Luftkühler werden meist so an das Kaltwassernetz
angeschlossen, dass die Leistungsregelung mittels Variation des Kaltwasserstroms
bei gleich bleibender Kaltwasserzulauftemperatur erfolgt.
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Warme Luft vom Zustand 1 (t1, x1, h1) wird im Luftkühler
auf den Zustand 2 (t2, x2, h2) abgekühlt und entfeuchtet, während
sich der Kühlmittelmassenstrom entsprechend erwärmt. Wegen der
unabhängig von der erforderlichen Kühlleistung konstanten Kühlmitteleintrittstemperatur
von etwa 6 Grad Celsius erfolgt unter mitteleuropäischen Sommerbedingungen
in der Regel eine gleichzeitige Kühlung und Entfeuchtung der Luft.
Dadurch wird die Luft auch dann entfeuchtet, wenn dies aus Behaglichkeitsgründen
gar nicht notwendig wäre. Dadurch wird häufig deutlich mehr Kühlenergie
verbraucht, als zur Kühlung der Luft unbedingt notwendig wäre.
Hydraulische Schaltung von Luftkühlern - Temperaturregelung
-
In den Fällen, in denen auf eine Entfeuchtung der zu kühlenden
Luft verzichtet werden kann, kommt die Temperaturregelung mit Rücklaufbeimischung
zum Einsatz. Bei gleich bleibender Fördermenge der Pumpe wird zur Leistungsregelung
des Luftkühlers schon bereits dort erwärmtes Kühlmittel aus
dem Rücklauf dem kalten Kühlmittel beigemischt. Dadurch stellen
sich im Teillastbetrieb häufig Vorlauftemperaturen ein, die oberhalb
des Taupunktes der Luft liegen - wodurch eine Entfeuchtung der Luft vermieden
wird.
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Warme Luft vom Zustand 1 (t1, x1, h1) wird auf den Zustand 2 (t2, x2, h2)
abgekühlt, aber solange nicht entfeuchtet, wie die Oberflächentemperatur
des Luftkühlers nicht unterhalb des Taupunktes der Luft liegt. Wird
aber an sehr feuchten Sommertagen doch eine Entfeuchtung der Luft notwendig,
dann muss der Luftvolumenstrom bis fast an die Sättigungslinie gekühlt
werden. Dadurch wird die Luft in der Regel unterkühlt, was neben des
erhöhten Kühlenergieverbrauchs häufig auch noch eine Nacherwärmung
zwingend zur Folge hat. Im Falle der gewollten Entfeuchtung ist der beimischgeregelte
Kühler (Temperaturregelung) allerdings deutlich Energie intensiver
als der mengengeregelte Kühler.
Hydraulische Schaltung von Luftkühlern - OpDeCoLo
-
Die beiden herkömmlichen Schaltungen für Luftkühler weisen
besondere Vor- und Nachteile auf. Punkte im Bereich zwischen den beiden
Zustandsänderungen lassen sich mit herkömmlichen Schaltungen nur
durch erhöhten Energieeinsatz erreichen.
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Mit dem OpDeCoLo lassen sich bei optimalem Energieeinsatz sowohl die beiden
herkömmlichen Schaltungen simulieren, als auch jeder beliebige Punkt
"dazwischen" erreichen (siehe schraffierte Fläche).
Die temperaturgeregelte Schaltung wird dahingehend modifiziert, dass die
Pumpe mit konstanter Drehzahl durch eine solche mit Drehzahlregelung ersetzt
wird. Dadurch lassen sich nun sowohl mittels Drehzahländerung der geförderte
Wassermassenstrom als auch mittels Rücklaufbeimischung die Vorlauftemperatur
des Kühlmediums stufenlos an die Kühl- und Entfeuchtungsanforderungen
anpassen.
Somit kann für einen bestimmten Ausgangszustand (1) jeder Punkt auf
der schraffierten Fläche mit minimalem Energieaufwand erreicht werden.
Der weltweit erste OpDeCoLo wurde in der Laborklimaanlage des Studiengangs
GEIT an der HTW Berlin verwirklicht.
Lassen Sie uns wissen, welche Energieprobleme wir für Sie in den Griff bekommen können. Für eine erste Kontaktaufnahme stehen wir Ihnen per E-Mail, Fax oder Telefon zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.
last update: Juni 12, 2010